Mustersiedlung hadersdorf wien

Die Entwicklung der Siedlungsbewegung in Wien geht auf die Zeit um 1918 zurück, als die österreichische Hauptstadt nach dem Ersten Weltkrieg unter wirtschaftlicher Not und schwerer Nahrungsmittelknappheit litt. Zunächst entstand die Bewegung als Selbsthilfeinitiative, als Hunger und Wohnungsmangel Tausende Wiener Bürger dazu trieben, am Stadtrand Subsistenzsiedlungen zu errichten. Abgesehen von einigen weiteren dauerhaften Häusern waren die meisten dieser Wohnungen zunächst behelfsmäßige Holzkonstruktionen, begleitet von Subsistenzgärten für den Anbau von Obst und Gemüse sowie die Haltung kleiner Haustiere. Verbraucher haben die Möglichkeit, sich bei der Online-Streitbeilegungsplattform der EU-Adresse zu beschweren: ec.europa.eu/odr Zu den ersten Großsiedlungen gehörten Rosenhügel, Friedensstadt, Heuberg und Hermeswiese. Die Wohnungen in diesen Subsistenzsiedlungen wurden größtenteils durch die direkte Arbeit der Siedler selbst gebaut. Beeinflusst von den Gartenstadtbewegungen Großbritanniens und Deutschlands zielte die Wiener Siedlungsbewegung darauf ab, Siedlungen mit bezahlbarem Kleinbau auf der Grundlage einer begrenzten Artenvielfalt zusammen mit produktiven Gärten zu errichten, die die Existenz ihrer Bewohner sichern würden. Zu den bekanntesten Architekten, die an der Bewegung beteiligt waren, gehörten Adolf Loos, Josef Frank und Margarete Schütte-Lihotzky, die alle später mit dem Werkbund-Gut verbunden waren, zusammen mit Ferdinand Schuster, Franz Kaym, Alfons Hetmanek, Ernst Egli und Hugo Mayer. Die Stadtverwaltung war von den Aktionen der ersten Siedler völlig überrascht worden, und ihr Hauptanliegen war es, diese illegalen Siedlungen zu regulieren und in die geplante Stadtentwicklung zu integrieren. 1921 hatten sich die ersten “wilden” Siedler in Genossenschaftsvereinen organisiert und erhielten finanzielle Unterstützung von der Gemeinde Wien.

Obwohl die sozialdemokratische Stadtverwaltung traditionell gegen die Siedlungsbewegung als Manifestation kleinbürgerlicher Werte war, führte diese wachsende Graswurzelbewegung zusammen mit einer Reihe von Großdemonstrationen der Siedler 1921 zur Gründung eines kommunalen Siedlungsamtes.